Irgendwann zwischen Anfrage, Kennenlernen und Hochzeitstag kommt bei vielen Paaren die Frage:
„Okay … und was passiert eigentlich bei diesem Vorgespräch?“
Völlig berechtigt. Für die meisten ist das schließlich nichts, was man regelmäßig macht. Viele wissen nur: Irgendwann gibt es diesen Termin, er ist wichtig und irgendwie geht es dabei um die Rede und die Freie Trauung.
Stimmt auch. Aber für mich ist das Vorgespräch viel mehr als ein Termin, bei dem ich ein paar Informationen sammle. Es ist einer der wichtigsten Teile im ganzen Prozess, weil genau dort ein Gefühl dafür entsteht, wer Ihr als Paar seid und wie Eure Trauung klingen, wirken und sich anfühlen darf.
Und weil viele vorab nicht so genau wissen, was sie erwartet, nehme ich Euch hier einmal mit.
Das Vorgespräch ist kein Verhör
Vielleicht direkt das Wichtigste vorweg:
Ihr müsst Euch beim Vorgespräch mit mir nicht beweisen. Und Ihr müsst auch noch nicht genau wissen, wie Eure komplette Freie Trauung aussehen soll.
Viele Paare sind vorher ein bisschen aufgeregt. Was wird gefragt? Wie persönlich wird es? Muss man auf alles sofort eine Antwort haben?
Nein.
Das Gespräch soll kein Interview sein, bei dem Ihr möglichst romantische oder originelle Antworten liefern müsst. Ihr dürft erzählen, nachdenken, Euch gegenseitig ergänzen, widersprechen und gemeinsam erinnern.
Genau diese Momente erzählen meist schon ziemlich viel über Euch.
Warum das Vorgespräch so wichtig ist
Eine persönliche Freie Trauung entsteht für mich nicht dadurch, dass ich ein paar Eckdaten zusammentrage und daraus einen netten Text schreibe.
Persönlich ist nicht dasselbe wie personalisiert.
Natürlich kann ich Eure Namen nennen, erzählen, wo Ihr Euch kennengelernt habt oder wann der Antrag war. Aber wirklich persönlich wird eine Rede erst dann, wenn man Euch darin erkennt.
Wie Ihr miteinander seid.
Was Ihr aneinander liebt.
Worüber Ihr gemeinsam lachen könnt.
Welche kleinen Eigenheiten typisch für Euch sind.
Wie Ihr als Paar funktioniert.
Und genau das bekommt man nicht aus einem Steckbrief. Das entsteht im Gespräch.
Wann findet das Vorgespräch mit einer Traurednerin statt?
Bei mir findet das ausführliche Vorgespräch in der Regel etwa 4 bis 6 Wochen vor der Hochzeit statt.
Zu diesem Zeitpunkt ist vieles schon greifbar: Location, grober Ablauf und wichtige Entscheidungen stehen meistens fest. Gleichzeitig bleibt noch genug Zeit, um offene Punkte abzustimmen und die Rede in Ruhe auszuarbeiten.
Viel früher fehlen häufig noch Informationen. Sehr viel später entsteht schnell unnötiger Stress.
Für mich sind diese 4 bis 6 Wochen deshalb ein ziemlich guter Zeitraum.
Wie fühlt sich so ein Vorgespräch an?
Im besten Fall: gar nicht wie ein klassischer Termin.
Viele meiner Paare beschreiben das Gespräch hinterher eher als einen Abend unter Freunden oder sogar als kleine Zeitreise durch ihre Beziehung.
Und genau das mag ich daran. Es geht irgendwann nicht mehr nur um die großen Stationen Eurer Geschichte. Dann kommen Insider, kleine Alltagsmomente, Eigenheiten oder Situationen auf den Tisch, bei denen Ihr Euch gegenseitig anschaut und sofort lachen müsst.
Oft sind es gerade diese vermeintlich kleinen Dinge, die später dafür sorgen, dass Eure Gäste denken:
„Ja. Genau so sind die beiden.“
Worüber sprechen wir im Vorgespräch?
Natürlich schauen wir uns auch die klassischen Fragen an:
- Wie habt Ihr Euch kennengelernt?
- Welche wichtigen Stationen gab es?
- Wie soll Eure Freie Trauung ablaufen?
- Welche Musik möchtet Ihr?
- Gibt es Wortbeiträge, Rituale oder andere besondere Momente?
- Sollen Gäste oder bestimmte Menschen eingebunden werden?
Aber mindestens genauso wichtig sind für mich Fragen wie:
Was liebt Ihr aneinander?
Was macht Euch als Paar aus?
Was ist typisch für Euch?
Wie funktioniert Ihr miteinander?
Und vor allem: Wie soll sich Eure Trauung anfühlen?
Denn eine gute Traurede erzählt für mich keinen Lebenslauf.
Sie erzählt etwas über Eure Beziehung.
Muss man sich auf das Vorgespräch vorbereiten?
Ein bisschen – aber bitte entspannt.
Ihr müsst Eure Geschichte nicht vorher aufschreiben und Ihr braucht auch keinen fertigen Ablaufplan.
Hilfreich ist es, wenn Ihr Euch vorher kurz Gedanken macht:
- Was ist Euch bei Eurer Freien Trauung wichtig?
- Welche Stimmung wünscht Ihr Euch?
- Gibt es Dinge, die auf keinen Fall in der Rede vorkommen sollen?
- Möchtet Ihr bestimmte Personen einbinden?
- Gibt es Geschichten oder Eigenheiten, die Euch sofort in den Kopf kommen?
Und wenn Ihr während des Gesprächs auf eine Frage erst einmal keine Antwort habt, ist das völlig in Ordnung.
Manchmal sind gerade die Momente spannend, in denen einer von Euch sagt: „Also ich hab das ganz anders in Erinnerung.“
Das Gespräch lebt nicht davon, dass Ihr richtig antwortet. Es lebt davon, dass Ihr echt seid.
Wird alles, was Ihr erzählt, später in der Rede verwendet?
Nein. Und das ist mir sehr wichtig.
Im Vorgespräch kommen manchmal ziemlich persönliche Dinge auf. Schöne Erinnerungen, große Gefühle, kleine Macken – aber auch Themen, die Ihr vielleicht erzählen möchtet, ohne sie später mit 80 Gästen zu teilen.
Deshalb gilt:
Nicht alles, was Ihr mir erzählt, landet automatisch in der Traurede.
Das Gespräch hilft mir auch dabei, Euch zu verstehen. Manches wird später eine Geschichte und manches bleibt einfach zwischen uns.
Ihr dürft jederzeit sagen, wenn etwas zu privat ist oder nicht vor Euren Gästen erzählt werden soll.
Im Vorgespräch geht es nicht nur um die Rede
Das wird manchmal unterschätzt. Eine Freie Trauung ist für mich nicht einfach eine Rede mit ein bisschen Musik drumherum. Sie ist ein Gesamtmoment.
Deshalb sprechen wir auch sehr genau über den Ablauf:
Wie zieht Ihr ein?
Wann kommt welche Musik?
Gibt es Wortbeiträge?
Möchtet Ihr ein Ritual?
Werden Gäste eingebunden?
Wie funktionieren die Übergänge?
Was braucht Ihr, damit Ihr Euch wohlfühlt?
Denn selbst die schönste Rede kann Wirkung verlieren, wenn der Rahmen nicht funktioniert.
Ich schaue deshalb immer auf drei Dinge:
Passt es zu Euch?
Fühlt es sich gut an?
Und funktioniert es wirklich?
Ein Ritual kann auf Instagram total toll aussehen und trotzdem überhaupt nicht zu Euch passen. Ein Einzug kann emotional gedacht sein und organisatorisch trotzdem schwierig werden. Und eine Idee darf auch einfach wieder rausfliegen, wenn sie sich für Euch nicht richtig anfühlt.
Es muss nicht spektakulär sein.
Es muss Euch entsprechen.

Und manchmal wird das Ganze überraschend emotional
Im Alltag sitzt man nicht so häufig mehrere Stunden da und spricht ganz bewusst über die eigene Beziehung.
Über Dinge, die man am anderen liebt.
Über Wendepunkte.
Über gemeinsame Macken.
Über Erinnerungen, die man längst vergessen hatte.
Und irgendwann wird aus dem organisatorischen Termin plötzlich ein Moment für Euch selbst. Vielleicht ist genau deshalb einer meiner liebsten Sätze aus einem Feedback nach einem Vorgespräch:
„Das war wie eine Zeitreise durch unsere Beziehung.“
Besser könnte ich eigentlich kaum beschreiben, was ich mir für diesen Abend wünsche.
Fazit: Hier beginnt Eure Freie Trauung langsam Form anzunehmen
Wenn Ihr Euch fragt, wie ein Vorgespräch mit mir als Traurednerin abläuft, dann ist die Antwort eigentlich ziemlich einfach:
Wir sprechen über Euch.
Über Eure Geschichte, Eure Beziehung und die Menschen, die Ihr seid. Aber auch darüber, wie Eure Freie Trauung funktionieren soll.
Für mich ist das Vorgespräch der Moment, in dem aus vielen einzelnen Gedanken langsam ein Gesamtbild entsteht.
Wie soll dieser Moment klingen?
Wie soll er sich anfühlen?
Was soll Eure Gäste zum Lachen bringen?
Was darf berühren?
Und was ist am Ende einfach ganz typisch Ihr?
Genau daraus entsteht anschließend Eure Trauung.
Lust auf eine Freie Trauung, die nicht nach Vorlage entsteht?
Wenn Ihr Euch eine Freie Trauung wünscht, die wirklich zu Euch passt und bei der schon die Vorbereitung persönlich und entspannt sein darf, dann schreibt mir gerne.
In einem unverbindlichen Kennenlernen sprechen wir darüber, wie ich arbeite, was Euch wichtig ist und ob wir zueinander passen.
FAQ
Wann findet das Vorgespräch mit einer Traurednerin statt?
Bei mir findet das ausführliche Vorgespräch in der Regel etwa 4 bis 6 Wochen vor der Hochzeit statt. So ist schon vieles greifbar und gleichzeitig bleibt ausreichend Zeit für die Ausarbeitung von Rede und Ablauf.
Muss man sich auf das Vorgespräch vorbereiten?
Ein bisschen – aber ganz entspannt. Ihr braucht keine vorbereiteten Antworten. Es reicht, wenn Ihr Euch Gedanken darüber macht, was Euch als Paar ausmacht und wie Ihr Euch Eure Freie Trauung vorstellt.
Wird alles aus dem Vorgespräch später in der Rede verwendet?
Nein. Nicht alles, was Ihr erzählt, landet automatisch in der Traurede. Das Gespräch dient auch dazu, Euch besser kennenzulernen und gemeinsam herauszufinden, welche Geschichten wirklich Teil Eurer Freien Trauung sein sollen.